Über uns · Geschichte
Ein Weg im Dienst der Versöhnung
Von einer verlassenen Abtei in Umbrien über die Alpen nach Liechtenstein, Deutschland und Österreich – und von dort in die Welt. Die Stationen unserer Gemeinschaft.
1815
Der Funke von San Felice
In der verlassenen Abtei San Felice in Giano beginnt am 15. August eine neue Ära der Volksmission: Kaspar del Bufalo gründet mit Gefährten die Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut.
„Dies ist der Preis unserer Erlösung.“
1844
Aufbruch nach Amerika
P. Franz Sales Brunner trägt die Spiritualität in den deutschsprachigen Raum und führt die ersten Missionare in die Vereinigten Staaten.
Von Löwenberg in Graubünden aus wird die Weltmission gedacht.
1858
Erstes Haus auf dem Schellenberg
Im Fürstentum Liechtenstein entsteht die erste Niederlassung – Brückenkopf für die Ausbreitung in Mitteleuropa und bis heute Pfarr- und Missionshaus.
Liechtenstein wird zur Wiege der Provinz.
1922
Die Deutsche Provinz
Nach Kulturkampf und Vertreibung fasst die Gemeinschaft neu Fuß: Die Deutsche Provinz wird offiziell errichtet. Auch unter dem Nationalsozialismus und in zwei Weltkriegen bleibt der Auftrag lebendig.
Menschen in ihren Nöten begleiten.
1952 – 1964
Aufbau nach dem Krieg
Traunstein, Salzburg-Parsch, Neuenheerse und das Kolleg St. Josef entstehen – Seelsorge für Geflüchtete, Schule, Ausbildung junger Missionare.
Moderne Architektur für eine alte Botschaft.
2025
Seligsprechung Johannes Merlinis
Der engste Mitarbeiter Kaspars und dritte Generalobere wird in Rom seliggesprochen – ein Fest für die ganze Kostbar-Blut-Familie.
Geschichte, die weitergeht.
Weltweit
Internationale Verantwortung
Die Deutsche Provinz blickte immer über den eigenen Tellerrand hinaus:
Mission in Brasilien
Seit Jahrzehnten engagieren sich Mitbrüder am Amazonas (Xingu). Was als klassische Mission begann, ist heute eine lebendige Partnerschaft im Geist von Laudato Si’, bei der die Sorge für die Schöpfung und die Rechte der indigenen Bevölkerung im Zentrum stehen.
Einsatz in Kroatien
1988 begannen deutsche Missionare ihre Arbeit in Kroatien. Trotz der schweren Zäsur durch den Balkankrieg wuchs die Gemeinschaft dort stetig. Im Jahr 2000 wurde die Verantwortung an die polnische Provinz übergeben, wobei die geistliche Verbundenheit bis heute besteht.
Iberien
Im Jahr 1898 eröffnete die Generalleitung C.PP.S. mit italienischen Missionaren das erste Missionshaus in Spanien und 1930 eines in Portugal. Es entstand das Iberische Vikariat der Italienischen Provinz, das im Jahr 1939 der Deutschen Provinz angegliedert wurde. Im Jahr 1987 wurde die Iberische Provinz der Missionare vom Kostbaren Blut errichtet. Heute gehören zur Provinz drei Niederlassungen in Spanien, drei in Portugal und zwei in Guinea-Bissau.
Polen
In den frühen 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts beginnt die Deutsche Provinz mit einer Gründung der C.PP.S. im damals kommunistisch regierten Polen, hinter dem „Eisernen Vorhang“. Im Jahr 1993 wurde das Polnische Vikariat der Deutschen Provinz und im Jahr 2005 die Polnische Provinz der Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut errichtet. Heute gehören zur Provinz sechs Niederlassungen in Polen und zwei in Kroatien.
Geschichte, die weitergeht
Heute leben rund 500 Mitbrüder in über 20 Ländern. In der Deutschen Provinz tragen sieben Häuser den Auftrag weiter: Menschen in ihren Nöten begleiten und von der Versöhnung im Blut Christi sprechen.

